Rolling Slots Casino verarbeitet personenbezogene Daten von Nutzern aus der Schweiz auf Basis einer eGaming-Lizenz der Gaming Control Board Curaçao. Dieses Dokument erklärt in klarer Sprache, welche Angaben der Betreiber erhebt, warum er sie braucht und welche Kontrolle dem Spieler bleibt. Der wichtigste Vorteil dieser Fassung liegt in der Direktheit: keine ausweichenden Formulierungen, keine juristischen Nebelkerzen.
Verantwortliche Stelle und rechtlicher Rahmen
Betreiber der Plattform ist eine in Nikosia (Zypern) eingetragene Gesellschaft, die Mutter hält die Curaçao-Lizenz. Die Verarbeitung erfolgt nach Curaçao-Recht, für Schweizer Nutzer ist zusätzlich das revidierte Bundesgesetz über den Datenschutz vom 1. September 2023 einschlägig. Beide Rahmen laufen parallel: die Lizenz regelt Aufsicht und Compliance, das nDSG regelt die Rechte der betroffenen Person am Wohnsitz.
Es ist erwähnenswert, dass die englische Version dieser Richtlinie rechtlich verbindlich ist. Die deutsche Fassung dient der Verständlichkeit für Spieler aus den deutschsprachigen Kantonen. Bei Widersprüchen zwischen den Sprachversionen gilt der englische Text.
Der Hauptnachteil dieser Konstellation soll offen benannt werden. Rolling Slots Casino besitzt keine Konzession der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Beschwerden werden zuerst intern bearbeitet, danach über die Aufsichtsstelle in Willemstad. Eine direkte Zuständigkeit schweizerischer Regulatoren existiert nicht.
Kategorien der erhobenen Daten
Bei der Kontoeröffnung erfasst der Betreiber Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnadresse mit Postleitzahl, Staatsangehörigkeit, E-Mail-Adresse und Mobilnummer. Diese Grunddaten sind Voraussetzung für die Kontoaktivierung, weil die Lizenzbedingungen eine eindeutige Zuordnung des Spielers verlangen. Ohne vollständige Angaben wird der Zugang nicht freigeschaltet.
Für Zahlungen fallen Angaben zur Karte, zum E-Wallet oder zur Kryptoadresse an, ergänzt um Betrag, Währung und Zeitstempel der Transaktion. Vollständige Kartennummern und CVV-Codes werden nie im Klartext gespeichert, die Verarbeitung übernimmt der Zahlungsdienstleister nach PCI-DSS-Standard. Rolling Slots erhält nur die für die Abstimmung notwendigen maskierten Werte.
Während der Nutzung entstehen Aktivitätsdaten: IP-Adresse, Gerätetyp, Browserkennung, Sitzungsdauer, Einsatzhöhe, gespielte Titel, Gewinne, Verluste und Kommunikation mit dem Kundendienst. Diese Protokolle dienen der Betrugsabwehr, der Kontrolle von Bonusmissbrauch und der Erfüllung der x3-Umsatzregel gegen Geldwäscherei.
Bei der Verifizierung kommen KYC-Dokumente hinzu: Farbkopie eines gültigen Ausweisdokuments, beidseitiges Foto der eingesetzten Bankkarte mit verdeckten mittleren sechs Ziffern und CVV, Auszug des Zahlungsdienstleisters, Kontoauszug mit IBAN und Adresse, Nebenkostenabrechnung nicht älter als drei Monate. In Zweifelsfällen fordert die Risikoabteilung ein Selfie mit dem Dokument nach.
Zwecke und Rechtsgrundlagen
Die Verarbeitung stützt sich auf vier Grundlagen. Vertragserfüllung deckt Kontoführung, Ein- und Auszahlungen sowie Spielabwicklung. Gesetzliche Verpflichtung erfasst AML-Prüfungen, Meldung verdächtiger Transaktionen und Aufbewahrung nach Curaçao National Ordinance. Berechtigtes Interesse rechtfertigt Sicherheitslogs, Betrugsprävention und Analyse verdächtiger Wettmuster. Einwilligung betrifft Marketingnachrichten und optionale Cookies.
Der Widerruf der Einwilligung ist jederzeit möglich, wirkt aber nur für die Zukunft und erfasst keine AML-relevanten Datensätze. Wer den Marketingkanal abbestellt, bleibt trotzdem in den KYC- und Transaktionslogs.
Speicherfristen
Kontodaten bleiben während der gesamten Vertragsdauer gespeichert und mindestens fünf Jahre nach Kontoschliessung. Die Fünfjahresfrist ergibt sich aus der Curaçao-AML-Regulierung und ist keine interne Wahlfrist. KYC-Dokumente unterliegen demselben Zeitraum. Transaktionsprotokolle werden aus buchhalterischen Gründen bis zu sieben Jahre archiviert.
Bei ruhenden Konten mit sechs Monaten Inaktivität wird eine monatliche Servicegebühr von 10 EUR erhoben, bei zwölf Monaten Inaktivität kann der Betreiber das Konto löschen und offene Salden verrechnen.
Weitergabe an Dritte
Daten fliessen ausschliesslich an Empfänger mit klarer Funktion: Zahlungsdienstleister, KYC-Verifizierer, Spielanbieter wie NetEnt, Pragmatic Play, Evolution Gaming und Ezugi, Sicherheitsanbieter zur Betrugsprävention, Behörden auf begründete Anfrage. Verkauf oder Weitergabe für Fremdwerbung findet nicht statt.
Es ist erwähnenswert, dass Serverstandorte teils ausserhalb der EU liegen. Übermittlungen erfolgen unter Standardvertragsklauseln oder gleichwertigen Schutzmassnahmen, ein absolutes Schutzniveau gemäss Schweizer Massstab kann bei Offshore-Verarbeitung nicht garantiert werden.
Rechte der betroffenen Person
Schweizer Nutzer haben Anspruch auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch und Datenportabilität. Anfragen richten sich an die Adresse im Fuss dieses Dokuments und werden innert 30 Tagen bearbeitet. Löschanträge stossen an ihre Grenze, wo AML-Aufbewahrungsfristen greifen — dieser Zielkonflikt ist rechtlich vorgegeben und nicht verhandelbar.
Beim Verdacht einer Verletzung des Datenschutzes steht der Weg zum Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten in Bern offen. Für Fragen, die die Lizenz betreffen, bleibt die Gaming Control Board Curaçao zuständig.
Sicherheit und Minderjährigenschutz
Der Zugang zur Plattform ist ab 18 Jahren zulässig, unabhängig von einer allenfalls tieferen Volljährigkeitsschwelle im Wohnsitzland. Verdachtsfälle führen zur Kontosperre und zur Rückabwicklung von Einsätzen und Gewinnen. Wer als Erziehungsberechtigter Anzeichen unbefugter Nutzung durch Minderjährige bemerkt, wendet sich unverzüglich an den Support.
Technische Schutzmassnahmen umfassen TLS-Verschlüsselung, segmentierte Datenbanken, Zugriffskontrollen und regelmässige Sicherheitsaudits. Ein Restrisiko bleibt bei jeder Online-Plattform bestehen — das ist eine Tatsache, keine Marketingaussage.